Mafia Island 23.10. – 6.11.2011

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Teilnehmende:
Christian, Conny, Eveline, Jack, Röbi, Roger, Peter und Susy

Unsere Reise führte uns von Kloten mit der QATAR zuerst nach Doha, wo wir uns eine kalte und lärmige Nacht um die Ohren schlugen. Am kommenden Morgen ging es dann weiter nach Dar es Salaam, unserem ersten Ziel in Tansania. Von da sollte uns eine kleine Cessna zu der 160 km südlich gelegenen Mafia Island fliegen. Mit ein bisschen diskutieren und handeln und ein paar Dollars rüberzuschieben, schafften wir es, ohne grosse Zusatzkosten mit dem vielen Übergepäck in den Miniflieger zu steigen.

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Auf Mafia landeten wir ohne Schwierigkeiten auf einer Schotterpiste. Von da ging es mit einem Daladala (Kleinbus) zur Mafia Island Lodge, wo man uns mit einem herzlichen Karibu und frischer Kokosmilch in der Nuss empfing.
34Nach einem kurzen Briefing zu den Abläufen in der Lodge durften wir endlich die Zimmer beziehen und uns vor dem Nachtessen eine erfrischend Dusche genehmigen. Die Zimmer sind einfach, zweckmässig und mit Moskitonetzen und Insektenspray ausgerüstet. Dies braucht man auch unbedingt. Röbis "Stumpen" jedenfalls haben die Viecher nicht abgehalten, uns zu stechen. Funktionierte etwas nicht, so war man bei der Rezeption gut aufgehoben. Schnell wurden vom einheimischen Personal die Mängel behoben. Alle waren sehr freundlich und freuten sich über unsere Bemühungen, sie in ihrer Landessprache mit einem Mambo zu begrüssen, was in der Regel ein Poa zur Antwort gab.

Als wir am ersten Morgen zum Tauchen wollten, wurden wir ganz schön gebremst. Ebbe und Flut mit dem Tauchen zu koordinieren erwies sich als eine Wissenschaft für sich. Es bliebt uns also nichts anderes übrig, als uns schnell den Gegebenheiten zu fügen und dafür morgens länger liegen zu bleiben. Wenigstens in der ersten Woche. So konnte Frühaufsteher Chregi in der ersten Woche seine Runde machen und uns bereits beim Frühstück erzählen, was es in der Umgebung noch alles gibt. Die Tauchguides haben bald gemerkt, dass wir vom TGH gerne den "Ton" angeben. Nachdem auch unser "Äffchen" Jack begriffen hat, wie man bei der Gruppe bleibt, steigerten wir die vorgegebenen 50 Minuten schnell auf min. 60 Minuten. Was Bananen so alles bewirken!!!

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Bei der vorbestellten Zwischenverpflegung für die Tauchausflüge hatten wir nur einmal Pech. Wie heisst doch das bekannte Sprichwort: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Schnell haben wir gelernt, dass wir uns an Letzteres halten müssen. Also hiess es vor jeder Bootsfahrt "wher is the lunch"??? So hatten schlussendlich auch die Guides jeweils eine Mahlzeit garantiert. Das Tauchen und die Unterwasserwelt auf Mafia und deren vorgelagerten Inselchen ist eine Sensation. Es gibt fast nichts, was es nicht zu sehen gibt und täglich unsere Herzen erfreute.
78910Es waren nicht unbedingt die einzelnen Lebewesen, die uns so begeisterten. Es war eher die Vielfalt, die uns bei jedem Tauchgang erneut überraschte. So konnte es sein, dass ein Tauchgang zwar langweilig und öde begann und plötzlich traf man auf mehrere Fischschwärme, Rochen, Krokodil- und Schaukelfische, verschiedene Schnecken, knallige Plattwürmer usw. Es war kaum zu glauben, was man bei einem einzelnen Tauchgang alles zu sehen bekam.
111213141516 Diese tollen Tauchgänge haben sogar dazu geführt, dass Roger kaum mehr zum Wort kam, weil wir alle viel zum Erzählen hatten. Die gelegentlich starken Wellengänge haben den meisten nichts ausgemacht. Und Eveline hat sich grün im Gesicht wiederwillig doch noch dazu entschlossen, eine Tablette gegen Seekrankheit einzunehmen. Nach diesen zwei Wochen haben auch die uns stets begleitenden Tauchguides gemerkt, wie schön tauchen sein kann, wenn man eine selbstständige Gruppe begleitet, die sich wirklich für die Unterwasserwelt interessiert. Calvin wird uns noch lange nachtrauern, wenn er mit den "normalen" Touristen zum Tauchen gehen wird. Und ganz bestimmt haben wir für anhaltenden Gesprächsstoff gesorgt. So auch mit unserem letzten tauchfreien Tag, den wir am nördlichen Teil der Insel im Marinepark verbrachten. Mit einem Katamaran ähnlichen Boot fuhren wir raus, um Walhaie zu sehen. Insgesamt hatte es drei Touristenboote, wobei nur wir eine grössere Gruppe waren. Ja, sie waren da, aber man bekam sie kaum vor die Linse, was unsere beiden Fotografen, Peter und Roger, nicht befriedigte. Als die beiden anderen Boote nach 1 ½ Stunden abgezogen sind, ging es erst richtig los. Mit etwas Geduld und Connys guter Beobachtung, konzentrierten wir uns auf die Möwen, die kleine Fische aus dem Wasser fischten. Bald darauf erschien die erste typische Hai-Rückenflosse und ausser Conny und mir war niemand mehr zu halten. Wir gaben Kommando, in welche Richtung der Walhai sich bewegte. Auf einmal kamen aus allen vier Richtungen die Wahlhaie, die uns wie zum Spiel anlockten. Ein tolles Schauspiel, wenn diese halb an der Wasseroberfläche mit weit geöffnetem Maul auf uns zu schwammen.
21 Nach mehreren Stunden, glücklich und erschöpft, fuhren wir wieder zurück und machten noch ein kleines "sightseeing" in der Hauptstadt von Mafia. So hatte unsere Reise nach Mafia einen tollen Abschluss gefunden.

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Aber nicht nur das Tauchen hat uns gefallen, auch das kulinarische Angebot ware vor allem auf Fischliebhaber ausgerichtet. Was die einen sehr erfreute und die anderen eher betrübte.
Wer sich für eine Reise nach Mafia Island interessiert, sollte sich bewusst sein, dass die Natur die Tauchzeiten vorgibt und nicht wie andernorts der Gast. Wegen der Gezeiten war es nicht ganz einfach, Tage zu finden, wo wir noch einen Nachttauchgang machen konnten. In der zweiten Woche hatte es endlich geklappt und wir waren alle hell begeistert.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer und unseren Reiseveranstalter "Dive travel" für diese tollen, gemeinsamen Ferien!

Bericht: Susy
Fotos: Jack, Peter