Wanderweekend 2015

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Von Thusis nach Splügen, via jeden Brunnen

Am 28. August um 9:00 trafen sich zwei Hunde und 18 Mitglieder der TGH an der Autobahn Raststätte Thusis Nord für das traditionelle Wander-Weekend.

Nachdem sich alle mit Kaffee und Gipfeli gestärkt hatten, wurden die Autos nach Splügen umdisponiert. Dieses logistische Manöver ersparte uns die Abhängigkeit auf das Postauto in Splügen, um wieder nach Thusis zu kommen. Postautos fahren bekanntlich nach Fahrplan und nicht nach Wunsch. Ein Auto kehrte nach Thusis zurück, voll beladen mit sämtlichen Fahrern. Währenddessen liefen die übrigen los zur Ruine Höhenrätien. Hier warteten sie auf die Chauffeure.

Nach dem diese eintrafen, wanderte die ganze Gruppe, nach einer kurzen Verschnaufpause, weiter dem Via Spluga entlang. Der Weg führte entlang von atemberaubenden Steilwänden, dazu gehörten steile Auf-, beziehungsweise Abstiege. Hier entstand das Gefühl, man könne sich nicht entscheiden in welche Richtung es geht, da der Weg im Zick-Zack hin und her führte. Wir hatten auch das Privileg eine schiefe Hängebrücke zu überqueren. Dies forderte von einigen eine Mutprobe, die mit Bravour gemeistert wurde. Stellenweise liefen wir entlang dem Hinterrhein (Rein Posteriur, in der Regional-Sprache). Natürlich wurde bei einer Pause darin gebadet.

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An der Viamala-Schlucht kamen wir auch vorbei. Dies war eine sehr willkommene Pause. Das eine oder andere Bier wurde von den einen genossen, währen die anderen sich lieber eine Glacé oder Mineralwasser gönnten. Weiter ging es durch die Wälder bis Zillis. Von hier bis Andeer waren wir mehr oder weniger der Sonne ausgesetzt. Dies führte dazu, dass wir in jedem Dorf den Brunnen aufsuchten, um unsere Wasserflaschen zu füllen und Arme und Köpfe abzukühlen, wobei zur Diskussion stand ob man die Frisur schonen wolle oder nicht.

In Andeer angekommen suchten wir das Hotel Weisses Kreuz auf in dem wir logierten und uns verköstigen liessen. Das Abendessen war sehr fein und das Frühstück noch viel besser. Aber das Allerbeste war das erste Bier (oder was anderes flüssiges) das direkt nach Ankunft bestellt wurde.

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Am nächsten Tag, so um 9 Uhr wanderten wir weiter. Das nächste Ziel war die Roflaschlucht. Hier wurde auch über die Kraft des Wassers gestaunt und die Zeit, die benötigt wurde, um die Schlucht  zu schaffen. Weiter ging es durch die Wälder, zum Teils dem Hinterrhein entlang, zum Teil in der Traverse von einem Steilhang.

Kurz vor dem Mittagessen kamen wir an einem Eisloch vorbei. Es war faszinierend vor diesem Loch im Kaltluftstrom (gefühlte 5 – 10 Grad Celsius) zu stehen, der aus dem Berginneren kam, während einen Schritt zur Seite, 30 Grad herrschten.

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Zum Glück war dieser Teil der Wanderung im Schatten der Bäume, bis wir zum Festungsmuseum Crestawald kamen und unsere Mittagspause einlegten. Nach dieser wohl verdienten Stärkung ging es weiter. Leider führte der offizielle Via Spluga nicht am Sufnersee entlang, sonst wäre unweigerlich eine weitere Badepause eingelegt worden. Stattdessen wanderten wir wieder einmal in der prallen Sonne Richtung Splügen. Wie auch am Vortag, wurde jeder Brunnen besucht um die Wasserflaschen zu füllen sowie Köpfe und Arme abzukühlen. In Splügen angekommen, setzten wir uns ins Hotel Alte Herberge Weiss Kreuz. Wolfi und Irene spendierten eine Runde. An dieser Stelle nochmals Danke den edlen Spendern!! Danach hiess es Abschied nehmen voneinander und den Heimweg antreten.

Ein kleiner Wehmutstropfen hat es aber bei dieser Wanderung gegeben: Das war die Autobahn!
Bei der ganzen Wanderung war der Lärm immer im Hintergrund. Aber das war das Einzige was es zu Meckern gab oder war noch eine Ziege (Irene määhhh) dabei.

Ein grosses Dankeschön an Fritz der diese Wanderung ausgesucht und organisiert hat.

Bericht: Kathryn

Bilder: Karin und Roger

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